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va bene publishing

Fortsetzung: Multichannel ist 1.0 – Omnichannel Publishing ist 2.0

Omnichannel Publishing umfasst das strukturierte Management von Nutzerdaten, die aus allen kundennahen Bereichen eines Unternehmens zusammenströmen – sei es das Marketing, Produktmanagement, der Vertrieb oder das CRM. Strukturiert bedeutet, dass die beteiligten Bereiche in einem definierten Workflow alle kundenrelevanten Informationen wie Produktinfos/-filme/-bilder, Kaufhistorien und auch Kampagnenpläne auf einer zentralen Plattform verwalten. Diese Informationen bilden den Input für sämtliche Kontaktpunkte der Customer Journey: Website, Online-Shop, PoS (z. B. Aufsteller), Kataloge, Broschüren, Magazine, Apps etc.

Gleichzeitig werden über dieses Dashboard umsatzkritische Tools für Bereiche wie Payment, Logistik, SEO etc. gesteuert, so dass es ein permanent nachhaltiges Monitoring über die Performance von Informationskampagnen sowie, wo gewünscht und sinnvoll, die entsprechende Conversion Rate gibt.

Somit grenzt Omnichannel Publishing sich insofern klar vom bisherigen Multichannel-Ansatz ab als das gesamte kundenrelevante Informationspotenzial von der zentralen Plattform aus seinen Weg in die einzelnen Zielgruppen findet, wobei Zielgruppen sich nicht mehr über klassisch soziodemografische Kriterien definieren, sondern geteilte Nutzungssituationen, in denen Interaktion entstehen kann – also zum Beispiel Infos für Gleichgesinnte in Communitys, Push-Angebote per Location-Based Services für Menschen, die gerade unterwegs sind und in den nächsten PoS gelockt werden sollen, oder auch direkte Kaufmöglichkeiten für Leser, die sich im Artikel eines Webzines für ein bestimmtes Produkt begeistern.

Warum „Publishing“ als Teil des neuen Gattungsbegriffs? Omnichannel Publishing ist in seinem Kern journalistisches Story-Telling – das heißt, es lädt Marken emotional auf, indem es hochwertige Inhalte anbietet, die mehr sind als bloße Produktinformationen oder lautstarke Werbeslogans zu aktuellen Preisaktionen. Empfänger von Unternehmensbotschaften, also Leser/User, werden neugierig auf ein Thema, indem sie in professionell journalistischer Art und Weise darauf aufmerksam gemacht werden. Professionell journalistisch umschließt dabei zum einen die Qualität in Wortwahl, Stil und Sprache (auch Bildsprache), zum anderen die zielgruppengerechte Selektion, Filterung und Aufbereitung von Informationen, so dass sie angesichts der heutigen allgemeinen Informationsflut vom Empfänger sofort als höchst nutzwertig sowie relevant erkannt und akzeptiert werden.

Antonio De Mitri (va bene! publishing)