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va bene publishing

9. Oktober 2012

Social Media ist Corporate Publishing

Corporate Publishing, also die journalistische Unternehmenskommunikation mit eigenen Medien, schafft eine besondere Bindung zwischen Unternehmen und ihrer Zielgruppe. Hintergrundinformationen zu Marken, Produkten und Dienstleistungen sowie den Menschen, die ein Unternehmen gestalten, sorgen für Transparenz und Glaubwürdigkeit und schaffen so Vertrauen. Durch die Vermittlung von Expertenwissen und -meinung, durch Informationen mit Nutzwert und andere spannend aufbereitete, auf den Leser zugeschnittene relevante Inhalte präsentiert sich ein Unternehmen in seiner ganzen Vielfalt und lässt den Leser an Entwicklungen innerhalb des Unternehmens teilnehmen. So werden Unternehmensziele, wie der Aufbau und die Pflege des Images, die Stärkung der Zielgruppenbindung und damit letztlich auch die Steigerung von Nachfrage und Absatz erreicht.

Ein eigenes Kundenmagazin, am besten monatlich und gedruckt auf Hochglanzpapier, sprengt allerdings bei vielen kleinen und mittleren Unternehmen das Kommunikationsbudget – weshalb sich deren Kommunikationsmaßnahmen vielfach auf klassische Werbung und PR beschränkt haben. Dabei müssen sie inzwischen schon längst nicht mehr auf journalistische Unternehmenskommunikation verzichten – dank der seit Jahren explosionsartigen Vermehrung der Medienkanäle. Waren Unternehmen früher auf Printmedien, also Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften, gedruckte Newsletter oder Info-Broschüren beschränkt, hat die rasante Evolution des Web 2.0 die Voraussetzungen für Firmen-Blogs und andere Soziale Medien geschaffen. Auch Bewegtbild und Audio-Podcasts profitieren von dieser Entwicklung. So eröffnet sich auch Firmen mit kleinerem Budget eine attraktive Alternative zu herkömmlicher PR. In Zeiten von Facebook, Twitter und You Tube bieten sich für kleinere und mittelgroße Unternehmen attraktive Möglichkeiten, auch mit begrenztem Etat viel zu erreichen.

Social Media darf allerdings weder zur Suchmaschinenoptimierung noch zur Online-PR verkommen. Wenn Unternehmen ins Social Web gehen, muss der journalistische Gedanke im Mittelpunkt stehen: Wie beim klassischen Corporate Publishing müssen die Inhalte für die Zielgruppe relevant und attraktiv aufbereitet sein. Der Leser darf nie aus den Augen verloren werden, die Kommunikation muss auf die Zielgruppe zugeschnitten sein. Und der Konsument sollte aus dem Dargebotenen einen persönlichen Nutzen ziehen können. Wenn Inhalt und Sprache stimmen, sind Unternehmen mit ihrer Zielgruppe in einem permanenten Dialog. Kundenbeziehungen lassen sich so noch intensiver und wirksamer pflegen. Allerdings erfordert das Engagement im Social Web auch eine kontinuierliche Aufmerksamkeit – auf das Feedback der Leser werden auch zeitnahe Reaktionen des Unternehmens erwartet.

Die neuen Möglichkeiten der Zwei-Wege-Kommunikation bieten gerade kleinen und mittleren Unternehmen viele Chancen, um mit überschaubaren Budgets innovative und zugleich effiziente Wege in der Unternehmenskommunikation zu beschreiten und aktiv auf ihre Zielgruppe zuzugehen. Suchmaschinen listen relevante Ergebnisse quer über alle Kanäle hinweg. Wer die Trefferlisten anführt, hat das Rennen auf den heimischen Computer, den Tablet-PC oder das Smartphone eines potentiellen Kunden gewonnen. Und dabei wird dieser genau in der Situation erreicht, in der er mehr über ein Produkt oder eine Dienstleistung wissen will. Schön, wenn er bei seinen Recherchen auf ein Unternehmen stößt, das seine Fragen beantwortet, ihn mit seinen Leistungen überzeugt und ihm so vertrauenwürdig erscheint.

(von Günter Maria Bregulla, va bene! publishing GmbH)